Die Jugendlichen Karsten, Till und Steffi leben in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Ihr Alltag ist geprägt von Langeweile, Zigaretten und Alkohol. Die Frustration über mangelnde Zukunftsperspektiven staut sich bei Till immer mehr an und entlädt sich in Aggressionen gegen seinen Chef. Als Steffi eines Nachts nach einem Streit mit ihrem Freund Till den Park verlässt, in dem sie gefeiert haben, ist bei ihm das Maß voll. Zusammen mit Karsten lässt er seiner Wut freien Lauf ...

In der Nacht zum 16. Juni 2004 überfielen zwei Jugendliche in der brandenburgischen Kleinstadt Beeskow einen schlafenden Obdachlosen und steckten ihn anschließend in Brand. Das Opfer überlebte schwer verletzt, die beiden Täter wurden später zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der aus Frankfurt/Oder stammende Regisseur und Drehbuchautor Christian Klandt war seinerzeit durch einen Radiobericht auf die unglaubliche Tat aufmerksam geworden und verarbeitete das Geschehene in diesem Low-Budget-Drama, das gerade einmal 19000 Euro kostete. In "Weltstadt" beschränkt sich Klandt auf die 24 Stunden vor und zwölf Stunden nach der Tat und zeigt in erschreckenden Bildern, wie Langeweile und Perspektivlosigkeit zu derartigen Gewaltexzessen führen können.

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