Revision im Finanzamt Münster. Diesmal sind es aber die Finanzbeamten selbst, die überprüft werden. Ein ganz normaler Vorgang: Als dann aber nicht nur Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf, sondern auch noch der v Selbstmord einer Kollegin dazukommt, wähnt Ekki den Finanzamtsleiter Koch als Übeltäter. Hat der doch dafür gesorgt, dass übereifrige Kollegen aus dem Verkehr gezogen und damit quasi "mundtot" gemacht werden. Einige Steuerprüfer sind nämlich Münsteraner Großverdienern zu sehr auf die Pelle gerückt. Das sieht das Großkapital gar nicht gerne. Dass im Finanzamt Münster etwas oberfaul ist, vermutet derweil auch Wilsberg, als er durch einen geplatzten Deal mit der Stadt seinen Kredit nicht mehr ablösen kann. Sein Antiquariat soll gepfändet werden. Auf der Suche nach einem neuen Kreditgeber glaubt Wilsberg, einem großspurigen Betrug auf die Schliche gekommen zu sein, in den Ekkis tote Kollegin verstrickt war ...

Krimi-Spezialist Martin Enlen ("Tatort - Bevor es dunkel wird", "Bella Block - Unter den Linden") drehte diesen typischen Wilsberg-Fall. Der muss nicht nur um seine Existenz kämpfen, sondern die Ermittlungen in einem vermeintlichen Fall von Selbstmord führen ihn bis in die höchsten Münsteraner Kreise. Routiniert inszeniert und wie immer gut gespielt, setzte Enlen den Krimi nach dem Drehbuch des Autorenduos Georg Piller und Tilmann Warnke ("Diamantenhochzeit") in Szene.

Foto: ZDF/Thomas Kost