Seit 2001 findet in der malischen Sahara jedes Jahr das dreitägige "Festival au désert" statt. Im Mittelpunkt steht die Musik der Tuareg, die in jüngster Zeit Erfolge feierte. So gewann die Band "Tinariwen" 2012 mit dem Grammy den bedeutendsten Musikpreis der Welt. Das Musikfestival leistet jedoch auch kulturellen Widerstand gegen radikale Islamisten, so handeln die Lieder etwa davon, wie schlimm das Leben bisher war, wie hart es noch ist und wie schön alles werden soll ...

Die deutsche Dokumentarfilmen Desirée von Trotha, die in der Vergangenheit viel Zeit in der Sahara verbracht hat, erzählt hier die Geschichte dieses einzigartigen Musikfestivals in der Sahara, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, für den Erhalt der nomadischen Kultur der Tuareg oder der Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen, einzutreten. Ihre filmischen Eindrücke sammelte die Regisseurin 2011 bei der zehnten Ausgabe des Festivals, das allerdings schon unter dem Eindruck der aufziehenden Militärregierung und den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Islamisten aus Nord-Mail und der malischen Zentralregierung stand.

Foto: BraveHearts