Yorkshire, Nordengland, 1983: Der junge Journalist Dunford und Ermittler Hunter sind längst Geschichte, der Kindermörder und der Ripper sind gefasst und die korrupten Beamten des Yorkshire Police Department fühlen sich sicherer denn je. Dann aber verschwindet erneut ein kleines Mädchen - obwohl der vermeintliche Kinderschänder, ein hilfloser, geistig zurückgebliebener Mann namens Michael Myshkin, seit neun Jahren hinter Gittern sitzt. Dessen Mutter wiederum hat den abgehalfterten Anwalt John Piggott beauftragt, den Fall ihres Sohnes neu aufzurollen. Selbst als die Polizei im aktuellen Fall den geständigen Leonard Cole als Täter präsentiert, ist Piggott überzeugt, dass sowohl Myshkin als auch Cole unschuldig sind. Zunächst nehmen die kriminellen Beamten den schmuddeligen Juristen, der seit Jahren keinen anständigen Fall mehr hatte, nicht ernst - ein folgenreicher Fehler, denn allen Drohungen und Rückschlägen zum Trotz verbeißt Piggott sich unnachgiebig in dem Fall ...

Nach "Yorkshire Killer 1974" und "Yorkshire Killer 1980" ist dies der dritte und letzte Thriller der packenden Trilogie, den dieses Mal Anand Tucker ("Saint-Ex", "Hilary und Jackie") nach den gleichnamigen Bestsellern des britischen Krimi-Autors David Peace in Szene setzte. Zwar nicht ganz so gelungen wie die beiden ersten Teile - Tucker muss hier nun alle Erzählstränge zusammen führen, gefällt auch dieser Thriller, der schließlich eine Verschwörung von unfassbaren Ausmaßen aufdeckt, in der Bestechung, Kadavergehorsam, Folter und Mord zum Alltag zu gehören scheinen.

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