Yorkshire, Nordengland, 1974. Das Verschwinden eines kleinen Mädchens sorgt in der gesamten Region für Aufsehen. Deshalb soll der junge wie ehrgeizige Kriminalreporter Eddie Dunford (Andrew Garfield, Foto) von der Yorkshire Post über den Fall berichten. Mit seiner respektlosen Art macht der Neuling sich bei dem autoritären Polizeichef Bill Molloy schnell unbeliebt, denn die Polizisten mögen es nicht, wenn Außenstehende sich in ihre Arbeit einmischen und kritische Fragen stellen. Dafür haben sie gute Gründe, denn wie Eddie von einem Kollegen erfährt, sind die Beamten der lokalen Polizeibehörde durch und durch korrupt. Bei seinen Recherchen stößt der junge Reporter auf erstaunliche Parallelen zwischen dem aktuellen Fall und dem Jahre zurückliegenden Verschwinden zweier weiterer Mädchen - doch niemand, am allerwenigsten die Polizei, scheint sich dafür zu interessieren ...

Frei nach den gleichnamigen Bestsellern des britischen Krimi-Autors David Peace drehte Regisseur Julian Jarrold ("Gerichtsmedizinerin Dr. Samantha Ryan - Blut, Schweiß und Tränen", "Geliebte Jane", "Wiedersehen mit Brideshead") diesen Auftaktfilm der packenden Thriller-Trilogie um den sogenannten Yorkshire Ripper Peter William Sutcliffe, der zwischen 1975 und 1980 mindestens 13 Frauen bestialisch ermordete, nur durch einen Zufall gefasst und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Jarrold bettete die Anfänge der grausamen Mordserie in das atmosphärisch dicht in Szene gesetzte Nordengland der Siebzigerjahre ein, in der Andrew Garfield als Reporter in einen Sumpf aus Bestechung, Perversion und Mord gerät. Die Fortsetzungen "Yorkshire Killer 1980" und "Yorkshire Killer 1983" entstanden ebenfalls noch 2009.

Foto: ARD/Degeto