Emma ist ein hübsches, 19-jähriges Mädchen mit einer kaum wahrnehmbaren, geistigen Behinderung. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie allein. Sie macht einen einfachen Job in einer Tierhandlung, deren Besitzerin Hilda immer wieder ein mütterliches Auge auf sie hat. Auch ihr Bruder Henrik, ein junger Polizist, kümmert sich liebevoll um Emma. Hin und wieder taucht in der Zoohandlung Mike auf. Mike ist ein Junge, der zu fremden Männern ins Auto steigt und auch sonst auf merkwürdige Weise seinen Lebensunterhalt bestreitet. Emma trifft ihn jeden Abend an der Bushaltestelle. Aus einer naiv, kindlichen Zuneigung zu ihm entwickelt sich eine Freundschaft. Als er ihr eine gestohlene Glas-Giraffe zurück geben will, werden die beiden Zeugen eines Mordes. Mike kennt das Opfer, den Kleindealer Roberto. Doch was viel schlimmer ist: Der Mörder hat gesehen, dass er beobachtet wurde. Eine bizarre Flucht zweier "verlorener Kinder" nimmt ihren Anfang...

Der niederländische Regisseur Ben Verbong ("Das Mädchen mit den roten Haaren", "Der Skorpion") drehte eine sensibel erzählte Mischung aus zarter Freundschafts-Story, Krimi, Behinderten-Geschichte und Road-Movie. Dank der zurückhaltenden Regie, der guten Kameraarbeit des Niederländers Theo Bierkens und der guten Darsteller ist dies beste Unterhaltung mit einem starken Appell zu mehr Toleranz.