Familie Hooper verbringt einen schönen Sommertag mit ihren Kindern Alice, Jasmine und Sean am Strand. Plötzlich ist die vierjährige Alice verschwunden. Auch nach längerem Suchen und Einschalten der Polizei wird sie nicht gefunden. Schließlich wird sogar befürchtet, dass sie im Meer ertrunken ist. Ihre Mutter Sarah (Holly Aird, Foto) hingegen kann dies nicht glauben und versteift sich darauf, dass ihre Tochter entführt worden ist. Und tatsächlich begegnet sie elf Jahre später einem jungen Mädchen, von dem sie glaubt, dass es ihre vermisste Tochter ist...

Es ist der Moment, vor dem sich wohl alle Eltern fürchten: Ihr Kind wird vermisst, von einem Moment auf den anderen. Im Jahr 2007 galten in Deutschland rund 1600 Kinder und Jugendliche vermisst, fast 500 von ihnen waren zum Zeitpunkt ihres Verschwindens unter 14 Jahre alt. Regisseurin Sarah Harding nahm diese Problematik, die nicht nur in Deutschland für verzweifelte Eltern sorgt, als Ausgangspunkt für ihr hervorragend inszeniertes Krimidrama, in dem sie allerdings auch die Schwierigkeiten, das Kind in die eigentliche Familie zurückzuholen und dessen Zerrissenheit zwischen den Familien, thematisiert. In der Rolle der verzweifelten Mutter, der niemand mehr Glauben schenken will, gibt die britische Charakterdarstellerin Holly Aird ("Fever Pitch", "Vom Fliegen und anderen Träumen") eine beeindruckende Vorstellung ihrer Schauspielkunst. Hierzulande wurde Aird durch ihre Rolle der Dr. Frankie Wharton in der Krimireihe "Waking the Dead - Im Auftrag der Toten: Das Mädchen im roten Kleid" (2000 - 2004) bekannt.

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