Im April 2010 kam es im Golf von Mexiko zu einer der schwersten Umweltkatastrophen überhaupt, als auf der Ölplattform Deepwater Horizon Probleme auftraten. Infolgedessen versank die Station im Meer und unzählige Tonnen Öl liefen ins Wasser.

Dies war nicht nur ein Unglück für die Umwelt, sondern auch für den Betreiber BP, der zu einer millionenschweren Strafe sowie der Nachsorgung verdonnert wurde.

Regisseur Peter Berg konzentriert sich hingegen auf die menschliche Sicht der Dinge, denn bei dem Vorfall kamen auch elf Menschen ums Leben, die sich auf der Plattform befanden, als es zur Explosion kam.

Nach einer wahren Katastrophe

Als Vorlage diente Berg dabei ein Artikel aus der New York Times mit dem Titel "Deepwater Horizon's Final Hours". Der Name ist dabei Programm: Im Fokus steht Techniker Mike Williams (Mark Wahlberg), der für die Überwachung der Bohrungen zuständig ist und entdeckt, dass es Probleme gibt. Seine Bedenken werden in den Wind geschlagen, bewahrheiten sich jedoch.

Es kommt zum Super-GAU: einem "Blowout", bei dem die Zufuhr von Gas und Öl nicht mehr kontrolliert werden kann und diese stattdessen ungehindert ausströmen. Dies führt zu Explosionen, vor der die Besatzung von Deepwater Horizon nicht mehr fliehen kann.

Actiondrama mit Schauwerten

Dieses Setting nutzt Berg, um sowohl einen bildgewaltigen Actionfilm zu schaffen, als auch ein menschliches Drama zu erzählen, in dem der amerikanische Pathos überraschend zurückhaltend ausfällt. Dabei werden sowohl die Hintergründe der Arbeiter auf der Plattform beleuchtet sowie der Streit hinter den Kulissen.