In Zeiten des Krieges und der politischen Lage in vielen Teilen der Welt suchen immer mehr Menschen Asyl in Europa. Vor allem die Nationen Albanien, Kosovo, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro sind betroffen, ihre Einwohner erbitten unter anderem Schutz in Deutschland.

Doch allein 2016 wurden viele Asyl-Anträge abgelehnt – rund 25.000 Personen wurden aus der Bundesrepublik abgeschoben und in ihre von Krieg beherrschten Heimatländer zurückgeschickt. Zuletzt wurde eine solch hohe Quote 2003 erreicht.

Aber unter anderem die politische Situation in der Türkei, in der Staatschef Erdogan eine noch größere Macht erlangt hat, verschärft diese Problematik: "Wir müssen damit rechnen, dass die Zahl der Türken, die in Deutschland politisches Asyl suchen, noch weiter steigen wird", sagte Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag.

Nüchterner Blick auf weltweites Geschehen

Dieses brisanten Themas nehmen sich die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler an – jedoch beleuchten sie die Sichtweise Betroffener und zeigen dabei Bilder, die einem vor Augen führen, wie verheerend die Lage unter anderem in Albanien ist. Die Regisseure waren hautnah bei einer Massenabschiebung dabei und porträtieren authentisch bewegende Schicksale von Flüchtlingen, die ihr Leben fortan wieder in Angst und Schrecken verbringen müssen.

Raus und Haukes Arbeit ist eine Ergänzung ihrer Dokumentation "Protokoll einer Abschiebung", die mit neuem Material aufwartet und bewegende Einblicke gewährt.