Endlich auf dem Stuhl des Pontifex: Johanna Wokalek

Die Päpstin

KINOSTART: 22.10.2009 • Historiendrama • Deutschland, Italien, Spanien (2009) • 148 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Die Päpstin
Produktionsdatum
2009
Produktionsland
Deutschland, Italien, Spanien
Filmstudio
Constantin Film, Dune Films, Ikiru Films, MSM Studios, Medusa Film, NDR, MDR, SWR, WDR, ARD Degeto, Film- und Medienstiftung NRW, Summit Entertainment, Mitteldeutsche Medienförderung
Einspielergebnis
27.412.220 USD
Laufzeit
148 Minuten
Music
Marcel Barsotti
Kamera
Tom Fährmann

Im Jahre 814 wird in der germanischen Provinz das Mädchen Johanna geboren. Der Tochter eines Priesters ist ein Leben in Unwissenheit bestimmt, würde sie nicht selbst dafür Sorge tragen, dass dies nicht geschieht. So kann sie bald ihre Brüder davon überzeugen, ihr das vom Vater Gelernte weiterzugeben und so schließlich auf einen Lehrmeister auf sich aufmerksam machen, der sich ihrer annimmt. Später geht sie sogar gegen den Willen des Vaters in eine Klosterschule. Hier merkt sie bald, dass nur Vertreter des männlichen Geschlechts weiterkommen. Nach einem Überfall der wilden Normannen verkleidet sich Johanna als Mann und kommt so in einem anderen Kloster unter. Inzwischen erwachsen kann sie nur noch schwer ihre wahre Identität verbergen und sucht erneut die Flucht nach vorne. Sie begibt sich auf eine Pilgerreise nach Rom. In der umtriebigen Stadt rettet sie schließlich dem amtierenden Papst das Leben und lebt fortan an dessen Hof. Hier trifft sie schließlich ihre Jugendliebe wieder – just in dem Moment wird sie zum Papst ernannt ...

Keine Frage: Mit diesem Historien-Schwergewicht aus der Feder von Donna Woolfolk Cross hat sich Regisseur Sönke Wortmann eindeutig verhoben. Einmal davon abgesehen, ob es nun solch eine Frau auf dem Papststuhl gegeben hat (von Historikern wird die Legende als reine Fiktion abgetan), ist dies ein Film, an dem vieles nicht stimmt: eine oft holprige Regie, schlechte Computerbilder, falsches Dekor, teure, aber nicht unbedingt treffende Kostüme, eine überaus hölzerne Synchronisation der internationalen Crew und ein überflüssiger Off-Kommentar. Lediglich einige Schauspielleistungen und ein paar Bilder, bei denen man sich offensichtlich von Fritz Langs "Die Nibelungen (1): Siegfried"-Epos inspirieren ließ, lassen aufmerken. Der Rest: Reine seelenlose Zeitverschwendung mit vielen Klischees von dem ach so furchtbaren Patriarchat. Bereits 1971 entstand mit "Papst Johanna" eine filmische Version der Legende. Hier wurde die Päpstin von Liv Ullmann dargestellt.

Foto: Constantin

Darsteller

Anatole Taubman als Bond-Gegenspieler Elvis
Anatole Taubman
Unscheinbar, aber gut: Christian Redl, hier in seiner Paraderolle als Kommissar Krüger in "Spreewaldkrimi - Eine tödliche Legende"
Christian Redl
Über fehlende Engagements und Filmangebote kann sich Claudia Michelsen nicht beklagen
Claudia Michelsen
David Wenham
Alexander Held auf dem roten Teppich.
Alexander Held
Bösewicht oder Ermittler: Iain Glen kann überzeugen
Iain Glen
Jördis Triebel eroberte mit ihrer Hauptrolle in dem Drama "Emmas Glück" die Herzen der Zuschauer.
Jördis Triebel
Dank "Die Päpstin" zu internationaler Bekanntheit: Johanna Wokalek.
Johanna Wokalek
John Goodman - Schwergewicht aus Hollywood.
John Goodman
Weitere Darsteller
Edward Petherbridge Lotte Flack Tigerlily Hutchinson Oliver Cotton Nicholas Woodeson Suzanne Bertish Richard van Weyden Branko Tomović Lenn Kudrjawizki Katrin Pollitt Claudia Geisler-Bading Kristina Karst Ian Gelder

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