Singe, wem Gesang gegeben: Oscar-Gewinnerin
Jennifer Hudson

Dreamgirls

KINOSTART: 01.02.2007 • Drama • USA (2006) • 125 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Dreamgirls
Produktionsdatum
2006
Produktionsland
USA
Budget
70.000.000 USD
Einspielergebnis
154.937.680 USD
Laufzeit
125 Minuten
Regie

Die drei schwarzen Mädels Effie, Deena und Lorell können toll singen, scheitern aber dennoch bei einem Nachwuchswettbewerb. Deshalb vermittelt sie Curtis, der sich als Manager des Trios aufspielt, prompt als Backup-Sängerinnen für R&B-Star James Early. So steigen sie ins Musikgeschäft ein. Als sie schließlich auch den Sprung zur Eigenständigkeit schaffen, kommt es unter den Damen zu Streitigkeiten. Denn die beste Sängerin ist zweifellos Effie, die allerdings der wesentlich hübscheren Deena das Hauptmikrofon überlassen muss...

So stellt man sich in Hollywood wohl das Musikgeschäft vor. Was wie der historische Durchbruch schwarzer R&B- und Soul-Musik in der Musikwelt aufgebaut ist, strotz nur so vor Fehlern: Instrumente, die es zu der Zeit nicht gab, untypischer Gesang zu Hauf und bei Live-Auftritten ein 1A-Studiosound, obwohl die Sängerinnen von den Mikros weit entfernt stehen. Eine richtige Handlung hat diese Aneinanderreihung diverser Schrei-Nummern sowieso kaum. Zudem weiß der Zuschauer nie, was nun eigentlich Sache ist. Mehr Augenmerk auf halbwegs stimmigen historischen Hintergrund hätte dieser glitzernden Verfilmung des 1981 uraufgeführten Broadway-Musicals sehr gut getan. Stattdessen ist dies eine nur schlecht choreographierte Nummernrevue wie sie Regisseur Bill Condon als Drehbuchautor schon in "Chicago" geboten hat. Mit einem wirklichen Musical hat dies nichts zu tun. Dennoch bekam das Werk insgesamt acht Oscarnominierungen (wenn auch gleich drei in der Kategorie bester Song). Nebendarstellerin Jennifer Hudson, die hier in ihrem Filmdebüt zu sehen ist, wurde für ihre erste Rolle sogleich mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Foto: Universal

Darsteller
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