Als die alkoholkranke Mutter des neunjährigen Icare bei einem Sturz von der Leiter ums Leben kommt, wird ihr Sohn ins Kinderheim gebracht. Dort ist der Außenseiter, der auf den Spitznamen "Zucchini" hört, nur noch einer von vielen. Denn auch die anderen Kinder dort sind Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung.

Zunächst tut sich der Neuzugang dort schwer, doch je länger er dort ist, umso mehr Gefallen und Freunde findet er in seinem Umfeld. Vor allem, als Camille zu ihnen stößt. Doch ihre Tante will das Mädchen wieder aus dem Kinderheim holen. Zucchini und seine Freunde wollen das verhindern.

Mischung aus Tim Burton und dem Club der roten Bänder

Es ist keine leichte Thematik, die sich Claude Barras für einen Kinderfilm ausgesucht hat. Doch der Schweizer versteht es, den Inhalt einfühlsam und kindgerecht zu erzählen, ohne Dinge dabei zu verharmlosen. Der in der Stop-Motion-Technik gedrehte Film erinnert aufgrund seiner Machart, aber auch mit seiner Außenseitergeschichte an das Kino Tim Burtons, das von Einzelgängern und Sonderlingen bevölkert wird.

Gleichzeitig schlägt der Film aber auch eine Brücke zur Erfolgsserie "Der Club der roten Bänder": In beiden Fällen teilt eine Gruppe von Kindern das gleiche Schicksal, gegen das es gemeinsam anzukämpfen gilt. Die Schweizer Produktion überzeugt jedenfalls inhaltlich und optisch auf voller Linie und ging sogar ins Rennen um eine "Oscar"-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film.