David (Finnegan Oldfield), Greg (Vincent Rottiers), Yacine (Hamza Meziani) und Sabrina (Manal Issa) agieren wie ferngesteuert auf ihrem Streifzug durch die Stadt. Sie fahren mit der U-Bahn, inspizieren Büro-Komplexe und hängen Plakate auf. Am Ende ihres Trips begeben sie sich in ein Einkaufszentrum und verstecken sich dort vor den Sicherheitsbeamten.

Die Truppe lässt sich einschließen und genießt wie im Drogenrausch die ungewohnte Einsamkeit der sonst überfüllten Räumlichkeiten. Irgendein ausgeklügelter Plan scheint vonstatten zu gehen, offenbar bereits erfolgreich. Doch zunächst ist nicht klar, was dessen Ziel sein soll - bis man plötzlich einen lauten Knall hört. Eine Bombe ist detoniert, es hat ein Attentat stattgefunden.

Anderer Blickwinkel

Regisseur und Drehbuchautor Bertrand Bonello bringt mit seinem Thriller ein brandaktuelles Thema auf die Leinwand: Terroranschläge. Ein solcher wird in seinem Film, der in Paris spielt, aber nicht von Ausländern durchgeführt, sondern von gebürtigen Franzosen. So ändert Bonello die Perspektive und versucht dabei die Frage zu beantworten, was Menschen zu derart skrupellosen Handlungen treibt.

Dabei ist der Zuschauer ganz nah an den Charakteren dran und erhält Einblicke in ihr Innenleben sowie Denken. Dieser packenden Handlung, die gleichbleibend düstert inszeniert ist, verleiht Bonello mit stimmiger Filmmusik schließlich das Sahnehäubchen. Der Soundtrack stammt ebenfalls von ihm, weshalb der Kinostreifen ein Muss für seine Fans ist.