"A g'mahde Wies'n" heißt im Bayerischen sowohl "eine gemähte Wiese" als auch umgangsprachlich "ein Vorhaben, das nicht schief gehen kann" - "eine todsichere Sache". Und "die Wiesn" ist natürlich auch das Synonym für das Münchner Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt. Dort rüsten sich wie jedes Jahr Schausteller und Münchner Wirte zum Wettlauf um die heiß begehrten Plätze. Der gewaltsame Tod des einflussreichen Stadtrats Hubert Serner ist deshalb Thema in der Stadt: Serners Zugehfrau Diana Aljescu hat den Juristen in seinem Gartenteich gefunden. Serner, Mitglied des Wirtschaftsausschusses, hatte bei der Vergabe von Wiesn-Lizenzen ein entscheidendes Wort mitzureden. Er war zeitlebens eine bayerisch-barocke Persönlichkeit. Seine geschiedene Frau Elizabeth gibt den ermittelnden Kommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr schließlich erste Hinweise...

Ein routiniert inszenierter Krimi um die Münchner Ermittler von Marin Enlen, der mit Wachtveitl und Nemec schon die "Tatort"-Folgen "Vorstadtballade" (2004), "Tod auf der Walz" (2005) und "Das Glockenbachgeheimnis" (1999, ebenfalls nach einem Drehbuch von Friedrich Ani) realisierte. Das Münchner Duo gehört mittlerweile neben Ulrike Folkerts zu den Dienst ältesten noch tätigen Ermittlern, "A g'mahde Wies'n" war bereits der 46. Fall der beiden Kommissare.

Foto: BR/Laurent Trümper