Rolf H., allein erziehender Vater eines autistischen Sohnes, weiß nicht mehr weiter. Finanziell und privat immer mehr in die Enge getrieben, macht er sich auf zum Anwesen der Familie Staupen, um dort Hilfe für seinen Sohn zu erbitten. Aus seinen genealogischen Studien glaubt er zu wissen, dass sich deren und seine Vorfahren schon einmal im Mittelalter begegnet sind und dass die Familie Staupen seine Familie damals übervorteilt und ihren bis zum heutigen Tag anhaltenden Wohlstand darauf begründet hat. Mit den Vorwürfen und der Bitte konfrontiert, demütigt der alte Staupen Rolf H. so lange, bis der ihn im Affekt erschlägt. Noch in der Nacht findet Balthasar Staupen seinen Vater und schmiedet einen Plan ...

Regisseur Florian Schwarz drehte diesen 17. und vorletzten Fall des Frankfurter Ermittlerduos, in dem es die beiden Kommissare Sänger und Dellwo mit einer mysteriösen Reihe von Morden zu tun bekommen, die sich alle im Umfeld einer Familie ereignen und die beide lange im Dunklen tappen lassen. Neben Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf überzeugen in dieser stark gespielten Folge besonders Milan Peschel in der Rolle des Rolf H. und Matthias Schweighöfer als Balthasar Staupen. Nach der Episode "Tatort - Waffenschwestern" ist dies der zweite Frankfurter "Tatort", den Schwarz nach einem Buch von Michael Proehl inszenierte. Die beiden drehten mit Andrea Sawatzki auch den Gruselthriller "Das Schneckenhaus". "Weil sie böse sind" wurde 2010 mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Fernsehfilm des Jahres ausgezeichnet.

Foto: HR/Bettina Müller