Am frühen Morgen werden die Hauptkommissare Eva Saalfeld und Andreas Keppler an einen Tatort gerufen. Ein junges, frisch vermähltes Paar, Annika und Peter, ist am Ufer eines Sees bestialisch erschlagen worden. Zunächst gerät ein enttäuschter Ex-Freund der Braut unter Tatverdacht, da er die Speichelprobe verweigert, die von allen Gästen der Hochzeitsfeier genommen wird. Doch als kurze Zeit später eine junge Abiturientin ebenfalls ermordet aufgefunden wird, glauben die beiden Fahnder zu wissen, dass nur ein Serientäter sein Unwesen treiben kann ...

Ob Psychodrama ("Eine Frage des Vertrauens"), Familiendrama ("Schicksalsjahre") oder Filmbiografie ("Der Mann mit dem Fagott") - Regisseur Miguel Alxeandre hat in der Vergangenheit bereits vielfach bewiesen, dass er alle Genres inszenieren kann. Mit seiner zweiten "Tatort"-Produktion nach "Die kleine Zeugin" (2000, mit dem Duo Folkerts/Hoppe) wird er diesem Ruf allerdings nicht gerecht. Nach eigenem Drehbuch in Szene gesetzt, reiht er hier eine Unwahrscheinlichkeit an die nächste, vieles wirkt überkonstruiert, wird angeschnitten, aber nicht weiter ausgeführt, die Figurenzeichnungen sind überfrachtet und bleiben dabei trotzdem oberflächlich, und die Auflösung schließlich wirkt viel zu gewollt. Da nützen auch die zum Teil recht guten Nebendarsteller und das beliebte Leipziger Duo Thomalla/Wuttke nichts.

Foto: MDR/Steffen Junghans