Dezember, 2004: Maria und Henry haben sich und ihren drei Söhnen einen Wunsch erfüllt und sind über Weihnachtstage ins sonnige Thailand geflogen, um die Feierlichkeiten am Hotel-Pool zu genießen. Doch am Morgen des 26. Dezember passiert das Unfassbare: Ein gigantischer Tsunami erfasst das Land und macht auch vor dem strandnahen Hotel nicht halt. Riesige Wellen verwüsten das Umland in nur wenigen Minuten, Menschen sterben, andere versuchen verzweifelt, das eigene und das Leben anderer zu retten. Und mitten drin Maria und ihre Familie. Vor dem Einschlag der ersten Welle hat Maria ihren Mann zum letzten Mal gesehen. Während sie in den Fluten treibt, kann sie einen ihrer Söhne ausmachen und eilt ihm zur Hilfe, wird aber in den Fluten schwer verletzt. Dennoch: nach überstandener Katastrophe finden die beiden ein Kleinkind, dass sie fortan unter ihre Obhut nehmen. Als sie endlich gefunden werden, bringt man Maria in ein Krankenhaus. Hier wird ihr Zustand immer schlechter. Derweil hilft ihr Sohn nicht nur anderen Menschen, er will auch den Vater finden ...

Wie so oft, muss man auch hier wieder feststellen, dass das Leben meist die erstaunlichsten Geschichten schreibt. Denn die Ereignisse dieses Films beruhen auf den Erlebnissen einer spanischen Familie, die die Tsunami-Katastrophe des 26. Dezember 2004 in Südasien überlebt hat. Mit beeindruckenden und technisch phänomenal inszenierten Bildern gelang es Regisseur Juan Antonio Bayona (er zeigte bereits mit "Das Waisenhaus" sein inszenatorisches Geschick) am Schicksal der Familie jene schrecklichen Ereignisse noch einmal lebendig werden zu lassen. Mit einer im wahrsten Sinne des Wortes packenden Flutsequenz (die war in Eastwoods "Hereafter - Das Leben danach" schon beeindruckend und wird hier noch einmal getoppt), starken emotionalen Momenten, starken Darstellerleistungen und einer geschickten Dramaturgie bietet dieses Werk nachhaltige Spannung.