Nach einer globalen Katastrophe ist unsere Welt nicht mehr die Gleiche: Die Sonne kommt kaum noch durch die dichte Wolkendecke, das Leben findet nur noch spärlich statt. Da somit die Nahrungsmittel knapp werden, versagt auch bald zivilisiertes Verhalten und es kommt zum Schlimmsten: marodierende Banden frönen dem Kannibalismus. Nachdem ein Mann seine Frau und seinen Sohn noch vor Schlimmerem bewahren konnte, hält die Frau den psychischen Druck nicht mehr aus und begeht Selbstmord. Nun ist es am Vater, seinen Sohn in den angeblich weniger zerstörten Süden zu bringen. Doch der Weg dorthin ist ein steiniger – zumal fast hinter jedem abgestorbenen Baum eine Kannibale lauert ...

Und wieder einer jener Endzeit-Thriller, die nach einem apokalyptischen Szenario in eine gruselige Welt eintauchen. Ein Alltag, der ohnehin von Angst und Hoffungslosigkeit geprägt ist, entwickelt sich zum Albtraum. Dabei gelangen dem australischen Regisseur John Hillcoat ("The Proposition") zwar durchaus gruselig-fröstelnde Momente, doch leider ist die ganze Geschichte arg langatmig geraten und oft doppeln sich die Szenen. So will sich hier die Faszination des Grauens wie in der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten literarischen Vorlage von Cormac McCarthy ("No Country for Old Men") nicht wirklich einstellen. Ein paar Momente des Grauens und ein wie immer stark aufspielender Viggo Mortensen reichen leider nicht.

Foto: Senator