Bree ist schon ganz aufgeregt, dauert es doch nur noch eine absehbare Zeit, bis endlich die operative Geschlechtsumwandlung erfolgt und er das ersehnte Leben einer Frau führen kann. Ausgerechnet jetzt erhält er einen Anruf, der ihm verdeutlicht, dass er in Toby einen fast erwachsenen Sohn hat, der ihm bislang verheimlicht wurde. Da Tobys Mutter tot ist, soll ihn nun Bree aus dem Gefängnis holen. Bree stellt sich der Herausforderung. Er gibt sich aber als hilfreiche Frau aus, traut er sich doch nicht, seinem Sohn die Wahrheit zu sagen. Auf der Fahrt von New York zurück nach Los Angeles, wo Toby seine Karriere als Pornostar anvisieren will, kommen sich die beiden näher. Zunächst hatte Bree gedacht, Toby bei dessen Stiefvater abzuliefern. Doch der entpuppt sich als pädophiler Widerling und so geht die Fahrt weiter zu Brees Eltern...

Auch wenn eine Frau jenen Mann spielt, der gerne eine Frau wäre, bietet diese ungewöhnliche Vater-Sohn-Story von Regiedebütant Duncan Taylor eine sensible Herangehensweise an nahezu tabuisierte Themen. Taylor verbindet eine zutiefst menschliche Geschichte mit Transsexualität, Road-Movie-Motiven, Rebellion des Erwachsenwerdens und einem doppelten Vater-Sohn-Konflikt. Was relativ zäh und oft aufgesetzt beginnt, entwickelt sich dank starker Darsteller - allen voran "Desperate Housewife" Felicity Huffman, die für ihre Leistung auch für einen Oscar nominiert wurde - das Ganze zu einem ergreifenden Melodram, dass übrigens Huffmans Ehemann William H. Macy produzierte.

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