Trennungsfieber

KINOSTART: 01.01.1970 • Komödie • Deutschland (1999)
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Produktionsdatum
1999
Produktionsland
Deutschland
23 Jahre lang galt für die glücklich miteinander verheirateten Scheidungsanwälte Carla Severin und Fritz Bauer das eherne Gesetz: "Übernimm niemals das Mandat von Freunden." Aber als ihre besten Freunde, der Schönheitschirurg Toni Goldhofer und die Journalistin Liane sich trennen, müssen sie Farbe bekennen. Fritz will seinen Lebenstraum verwirklichen und sich aus der Münchener Kanzlei in ein idyllisches Landhaus am See zurückziehen. Weil Carla sich diesem gemeinsamen Glück widersetzt und lieber weiter Karriere als Anwältin machen will, stellt sich Fritz aus Rache im Beziehungskampf an Lianes Seite. Prompt vertritt Carla Toni. Die strikte Trennung von Privat- und Berufsleben gerät vollends durcheinander, als ihre gemeinsame Tochter Pia den konservativen Offizier Edgar "ohne Not" heiraten will. Erbittert bereiten Fritz und Carla das Scheidungsverfahren für ihre Mandanten Toni und Liane vor. Die Bombe platzt, als die gar nicht frauensolidarische Liane hinterlistig Carla ein verfängliches Foto zuspielt. So kommt ans Licht, dass Fritz vor Jahren ein Verhältnis mit Liane hatte - vor ihrer Ehe mit Toni. Carla kocht vor Wut. Da helfen auch nicht mehr Fritz' verführerische Kochkünste. Versöhnung scheint ausgeschlossen. Carla, beschwipst und enttäuscht, lässt sich auf ein harmloses Techtelmechtel mit Toni ein. Fritz vermutet einen plumpen Racheakt dahinter, bekommt einen Tobsuchtsanfall und zieht aus. Die Wogen glätten sich auch nicht auf der Hochzeit von Tochter Pia. Im Gegenteil: Vollends vom Trennungsfieber gepackt, notieren die beiden Streitsüchtigen auf der Hochzeitseinladung ihre "Scheidungsliste". Erst Carlas Schlussplädoyer bei Tonis und Lianes Scheidungsprozess ebnet den Weg zum komödiengerechten Happy End. Denn Seitensprünge aus der Vergangenheit und selbst unterschiedliche Lebensträume sind nur fast perfekte Scheidungsgründe, wenn man sich liebt. Das Trennungsfieber aber grassiert weiter und findet neue Opfer ... Senta Berger und Günther Maria Halmer, zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera, laufen in dieser komisch-absurden Komödie zu Hochform auf. Einfühlsam, einfallsreich und beängstigend realistisch hat Manfred Stelzer inszeniert. So manches (Ehe-)Paar dürfte sich bei der einen oder anderen Szene wieder erkennen und nicht um ein Schmunzeln herumkommen. Der Komponist Lutz Kerschowski hat mit seiner feinsinnigen Musik die emotionalen Seiten dieser Wortgefechte betont. So macht Paar-Psychologie Spaß.
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