Die Schauspielerin Elisabeth Wicki-Endriss porträtiert hier ihren im Januar 2000 verstorbenen Ehemann, den ungewöhnlichen Filmemacher Bernhard Wicki. Beginnend in der schwierigen Kindheit umspannt das Porträt das gesamte Leben des Künstlers mit allen Höhen und Tiefen und endet mit sehr persönlichen Erinnerungen an die letzten schweren Jahre.

Für Cineasten und vor allem jene, die Wickis Oeuvre schätzen, bietet der Film zwar spannende Aspekte, ist aber mitunter zu persönlich und dadurch zu lang geraten. Hier hätte eine gewisse Distanz zum Filmemacher vielleicht Wunder gewirkt. Maximilian Schell – ein Freund Wickis – als Erzähler einzusetzen, ist völlig in Ordnung. Den Einsatz von Michael Mendl, der hier aus Briefen vorliest, oder die Gedichtinterpretationen von Klaus Maria Brandauer hätte man sich wie viele andere Szenen aber durchaus sparen können. Dennoch sind die Fakten und das gezeigt Archivmaterial über Meisterwerke wie "Die Brücke" oder "Das Spinnennetz" kultur- und filmhistorisch überaus interessant.

Foto: Kinowelt