Isabelle ist Schwesternschülerin in einem Krankenhaus in Frankreich, in dem auch ihre Cousine Véronique und ihr Freund, der Pfleger Sami, arbeiten. Ein wenig angenehmer Zwischenfall - Isabelle wird im Fahrstuhl ohnmächtig - beschert ihr die Bekanntschaft mit Dr. Philipp, dem recht sympathischen, aber auch in sich gekehrten Chirurgen, der ihr rät, sich nach einer HNO-Untersuchung von ihm operieren zu lassen. Unterdessen ereignen sich während verschiedener Operationen mysteriöse Vorfälle, die Isabelles Verdacht auf Dr. Philipp lenken. Erstklassige Narkosemittel verfehlen plötzlich ihre Wirkung, so dass die Patientinnen während ihrer Operation zu früh aufwachen. Medikamente werden gestohlen, Patientinnen verschwinden über Nacht. Und stets ist es der angesehene Chirurg, der zur Stelle ist, um eine Patientin wieder zu beleben, der er zuvor ein Beruhigungsmittel verabreicht hat ...

Arztgeschichten haben stets Konjunktur, nicht nur hierzulande. Schon immer haben die Männer in Weiß eine geheimnisvolle Atmosphäre verbreitet und viele Autoren auch zu mancher Kriminalgeschichte angeregt. Man denke nur an Werke wie etwa "Coma", "Geister" oder "Extrem - Mit allen Mitteln". Der renommierte Drehbuchautor Gilles Marchand ("Freiwillig verbannt", "Harry meint es gut mit dir", "Lemming") filmte hier nach einem Buch, das er zusammen mit Vincent Dietschy verfasste, einen gut gespielten Mix aus Drama und Suspense, der mehr auf ausgefeilte Dialoge denn auf Action setzt.

Foto: ZDF/Philippe Praliaud