Empfängern von Hartz-IV steht nach deutscher Gesetzgebung nur eine bestimmte Größe des Wohnraumes zu. Im sächsischen Löbau kam die Verwaltung auf eine recht ungewöhnliche Idee: Man schließt einfach ein Zimmer ab und schon entspricht so die künstlich verkleinerte Wohnfläche den Hartz-IV-Richtlinien. Für was aber steht dieses verschlossene Zimmer? Julia etwa hat ein solches Zimmer Zuhause. Eigentlich würde ihr Bett darin stehen. Wie lässt sich das Stück amputierten Lebensraumes zurückerobern?

Filmemacherin Susanne Schulz tauchte in die ostdeutsche Tristesse ein und hielt Momente fest, in denen Verluste, Hoffnungen und Gefühle spürbar werden, die mit dem verschlossenen Raum in Verbindung stehen und die Betroffenen umtreiben. Denn auch wenn Raum nach dem Verschluss leer steht, ist er erfüllt mit Geschichte.

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