Opa Köhler wurde 1900 geboren und war sein Leben lang Bauer. Jetzt schlägt er die Zeit und Fliegen tot und beantwortet (nicht immer) die Fragen seiner Enkelin: Ein alter Herr, den ein hartes und gleichförmiges Arbeitsleben tief gezeichnet hat und den die Ereignisse eines ganzen Jahrhunderts scheinbar unberührt gelassen haben. "Früher ist es auch nicht anders gewesen, da ist auch ein Tag nach dem anderen herumgegangen." Was jetzt vor allem zählt sind die vielen Tabletten, die Ernährung, ein schmerzender Rücken, das Nachlassen von Augen und Ohren, die Anstrengung, gut auszusehen, die Ferkelpreise, das Wetter und die Namen der zahllosen Enkelkinder. Wenn Opa Köhler zu Ehe und Liebe befragt wird, dann übt er sich im Schweigen oder antwortet mit einem Gedicht - "Es war ein Traum". Die Dialoge mit dem fast gleichaltrigen Bruder sind ein Glanzstück absurden Theaters.