Der Anzug seiner Partnerin The Wasp (Evangeline Lilly) hat ein paar mehr Fähigkeiten als der Ant-Mans (Paul Rudd) ... ärgerlich!
Mit "Ant-Man and the Wasp" startet Ameisenmann Scott Lang in sein zweites Solo-Abenteuer im Marvel-Superheldenkosmos.

Ant-Man and the Wasp

KINOSTART: 26.07.2018 • Action • USA (2018) • 118 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Ant-Man and the Wasp
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Budget
140.000.000 USD
Einspielergebnis
198.330.000 USD
Laufzeit
118 Minuten

Filmkritik

Helden für die ganze Familie
Von Andreas Fischer

Langsam aber sicher bringt sich eine neue Marvel-Heldengeneration in Stellung. Der Kleinste, "Ant-Man", bringt in seinem zweiten Solo-Abenteuer Verstärkung mit: In "Ant-Man and the Wasp" feiert Evangeline Lillys als Hope Van Dyne ihren Einstieg ins Weltretter-Business.

Von allen Avengers im Marvel Cinematic Universe (MCU) hat es Ant-Man am schwersten. Das liegt schon an der Körpergröße, in der seine Superkräfte zur Entfaltung kommen: Als Ameise unter all den Thors, Hulks und Captain Americas – wer so klein von Statur ist, der muss umso mehr ein Mann von Format sein. Und das ist er auch, auf seine ganz eigene Weise. Mitleid mit ihm muss man nicht haben, dafür ist der Ex-Dieb Scott Lang, der im Ant-Man-Kostüm steckt, viel zu verpeilt, charmant, witzig – und viel zu perfekt als Vater mit kleinen Schwächen. Man muss ihn einfach mögen, diesen von Paul Rudd gespielten Helden für die ganze Familie. Wie in seinem ersten Soloauftritt vor drei Jahren ist genau das die größte Stärke von "Ant-Man and the Wasp". Aber auch die größte Schwäche.

"Ant-Man and the Wasp" spielt zeitgleich zu den Ereignissen in "Avengers: Infinity War": Warum Ant-Man nicht bei der Rettung des Universums dabei sein durfte, bleibt ein Geheimnis. Aber Scott Lang hat ohnehin anderes zu tun: Er muss die letzten Tage seines Hausarrests absitzen, den er sich wegen eines unerlaubten Ausflugs nach Deutschland eingehandelt hat. Dort hatte Ant-Man in "The First Avenger: Civil War" mit dafür gesorgt, dass der Flughafen Leipzig-Halle in Schutt und Asche gelegt wird.

Im Mittelpunkt stehen kleine Töchter, Mütter und Väter

Die Einordnung in die MCU-Zeitleiste ist aber gar nicht so wichtig. Es geht ausnahmsweise mal nicht um die Rettung der Welt, des Universums und des ganzen Rests. Im Mittelpunkt stehen kleine Töchter, vermisste Mütter und Väter, die zu allem bereit sind. "Ant-Man and the Wasp" ist ein Familienfilm, in dem nur zufällig Superhelden und Superwissenschaftler mitspielen, alte Liebschaften und fiese Schurken. Eine illustre Runde, die – auf dem Niveau familienfreundlicher Unterhaltung – für jeden Gag und für jeden Stunt zu haben ist. Einerseits eine erfrischende Abwechslung im zuletzt arg bedeutungsschweren Marvel-Kosmos, ist der Film leider auch austauschbar.

Die Actionkomödie könnte genauso gut im Gauner oder Agentenmilieu spielen – oder im Kinderland: nur, dass die verschiedenen Parteien hier weder einem Sack voll Diamanten noch einem USB-Stick voll Daten oder einem gefleckten Hündchen nachjagen, sondern der Technologie von Dr. Hank Pym (Michael Douglas). Der hat die Ant-Man-Technologie erfunden, leider hat er dabei seine Frau (Michelle Pfeiffer) vor Jahrzehnten schon im Quantum Realm, einer Art subatomarer Parallelwelt, verloren. Nun will er sie zusammen mit seiner Tochter Hope (Evangeline Lilly) zurückholen.

Doch dafür brauchen sie Scott Lang. Der ist zunächst wenig begeistert, aber er hat ein gutes Herz und die Hoffnung, Hope zurückzuerobern. Die beiden waren mal ein Paar, jetzt sind sie Partner. Hope hat nämlich auch einen Schrumpfanzug, sogar einen besseren als Scott, und gibt als The Wasp die Kommandos.

Viel zu sehen und bestaunen

Es ist ein absonderlicher Mix aus Wissenschaftshokuspokus, infantilen Albernheiten und standesgemäßen Action-Einlagen, den Peyton Reed inszenierte. Aber er funktioniert. Was vor allem daran liegt, dass es viel zu sehen und bestaunen gibt. Zum einen die beiden Hauptdarsteller: den ewig bübischen Paul Rudd und die faszinierende Evangeline Lilly. Zum anderen ein beeindruckendes Spiel mit Perspektiven und Proportionen: Ant-Man kann nämlich nicht nur auf Insektengröße geschrumpft werden, manchmal ist er ein Dreikäsehoch, manchmal wächst er zu einem Goliath. Und das alles im Sekundentakt, sodass man manchmal gar nicht mehr weiß, wie groß der kleine Kerl eigentlich ist.

Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

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Charmanter Typ: Paul Rudd
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