Er ist der bekannteste Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts und gilt als der "Nationalmaler" der Eidgenossen: Ferdinand Hodler (1853-1918). Der Symbolist ist eine Entdeckung wert, denn sein Werk reicht von der ironischen Überhöhung und Demontage Schweizer Nationalmythen bis hin zu schonungslosen Porträts seiner sterbenden Geliebten und unvergesslichen Landschaftsbildern. Die Bedeutung Hodlers wurde auch 2007 deutlich, als sein Gemälde "Der Genfersee von Saint-Prex aus" bei Sotheby mit 10.9 Millionen Franken den höchsten Preis erzielte, den je ein Gemälde ein Schweizer Malers erreichte.

Regisseur Heinz Bütler ("Henri Cartier-Bresson - Biographie eines Blickes") setzt sich in seinem Dokumentarfilm erstmals umfassend mit dem Leben und dem Werk des Genfer Ehrenbürgers auseinander, dessen Werk sich immer wieder um die Themen Mensch, Natur, Liebe und Tod dreht. Bütler befragte Experten wie den Hodler-Kenner Jura Brüschweiler, welche er Erfahrungen er mit dem Maler gemacht hat, oder lässt den Kunsthistoriker Harald Szeemann zu Wort kommen, der sich aus heutiger Perspektive mit Hodlers Werk beschäftigt.

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