Der junge und zurückhaltende Micherl, der in München am Priesterseminar studiert, verbringt die Weihnachtsferien im bayerischen Oberland, wo seine Eltern eine Gastwirtschaft betreiben. Entgegen den Vorstellungen seiner Mutter, die voller Stolz in der angestrebten geistlichen Laufbahn ihres Sohnes aufgeht, widmet sich Micherl während seines Aufenthaltes vielmehr den Reizen der im elterlichen Betrieb beschäftigten Kellnerin Zilli als seinen Studien. Nach einigen unbedarften Annäherungsversuchen verbringen Micherl und Zilli eine heimliche Liebesnacht miteinander, die weit reichende Folgen haben soll: Zilli erwartet ein Kind von Micherl. Ohne Kenntnis seiner zukünftigen Vaterschaft reist Micherl nur wenig später nach München zurück. Kurz darauf lässt sich Zillis Geheimnis jedoch nicht länger verbergen. Micherls Mutter, die Zilli seit jeher mit Bosheit und Ablehnung begegnet, ist unter keinen Umständen bereit, die Zukunft ihres geliebten Sohnes aufs Spiel zu setzen. So sieht Zilli in der Flucht nach München den einzigen Ausweg aus ihrer Situation. Unter Vermittlung des Köpferl Hansei, eines gerissenen Hausierers, begibt sich die gutgläubige Zilli in die Hände von Marie Doblhard. Als Betreiberin eines "Kommissions- und Dienstbotenbureaus" stellt Madame Doblhard hilfsbedürftigen Frauen eine ehrenwerte Stellung in Aussicht. In Wahrheit ist sie jedoch lediglich daran interessiert, die ihr völlig ausgelieferten Frauen an finanzkräftige, meist ausländische Geschäftsleute zu vermitteln. Bei ihren dubiosen Geschäften wird Marie Doblhard tatkräftig von dem Lebemann Vollani unterstützt, der die mittellosen Frauen häufig für anzügliche Fotografien zu missbrauchen versucht. Anfangs wehrt sich Zilli erfolgreich gegen die Bedrängungen von Doblhard und Vollani. Durch eine Intrige des Herrn Vollani steht sie jedoch über Nacht ohne Geld da und sieht sich folglich zum Handeln genötigt.