Mehrere Fälle nebeneinander bearbeiten zu müssen, ist Polizeialltag, und ein Alltag bestimmt in einem "Tatort" das Geschehen: Aus einem ersten Gespräch mit seiner neuen Mitarbeiterin, Karin Jellineck, die unter anderem als Lockvogel für einen Frauenmörder eingesetzt werden soll, wird Hauptkommissar Bülow zu einem Banküberfall gerufen. Als dieser durch sein persönliches Eingreifen zu einem relativ unblutigen Ende gebracht ist, hat Bülow wenig Zeit, den Erfolg zu feiern. Die Wirtin seines Lieblingsrestaurants, Franziska Gellert, die sich schon seit einiger Zeit beobachtet und bedroht fühlt, wird entführt, und die Entführer verlangen zwei Millionen Mark. Und auch der Mörder schlägt wieder zu, seltsamerweise immer dann, wenn die Polizei nicht observiert...

Zwischen 1985 und 1989 schlüpfte Heinz Drache insgesamt sechs Mal in die Rolle des "Tatort"-Kommissars Hans Georg Bülow, der seinerzeit in Berlin ermittelte. "Keine Tricks, Herr Bülow", von Routinier Jürgen Roland ("Tatort - Der Schläfer", "Tatort - Tod eines Mädchens") nach einem Buch von Harald Vock ("Immer Ärger mit den Paukern") ineinander verschachtelt in Szene gesetzt, war Draches vorletzter Fall und bietet einige überraschende Wendungen.

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