Als eine junge Frau frühmorgens aus dem Fenster schaut, fährt ihr ein schlimmer Schreck in die Glieder: Im Hinterhof des Frankfurter Zockerlokals "Schwarze Nelke" liegt ein Mann in seinem Blut. Über Notruf alarmiert sie die Polizei. Der Tote kann rasch identifiziert werden. Es handelt sich um den heruntergekommenen Journalisten Dr. Rieber; früher war er ein gefürchteter Theater- und Musikkritiker, seit geraumer Zeit hatte er jedoch kaum noch einen Auftrag bekommen. Offensichtlich ist er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Rieber war häufig Gast in der "Schwarzen Nelke", wo im Hinterzimmer illegal gespielt wird. Angeblich hatte er in dieser Nacht viel Geld gewonnen, sich dafür aber Krach mit anderen Spielern eingehandelt, die ihm Betrug vorwarfen. Kommissar Falb wird hellhörig, als Gerd Therkatz als einer der Verdächtigen genannt wird. Falb kennt Therkatz nur zu gut, denn dieser ist sein Halbbruder. Im Gegensatz zu Falb hat er keine solide Beamtenlaufbahn eingeschlagen, sondern hält sich finanziell mit allerlei undurchsichtigen Geschäften über Wasser. Bei diesem Stand der Nachforschungen gibt Falb die Ermittlungen wegen Befangenheit an seinen Kollegen Brinkmann ab. Dieser möchte gern wissen, ob Falb gegebenenfalls versuchen würde, seinen Bruder zu decken. Einer entsprechenden Frage weicht Falb aus, bleibt aber auf eigene Faust in diesem undurchsichtigen Mordfall tätig ...