Die junge Kommissarin Lena Odenthal arbeitet im Sittendezernat. Eine Serie von Attacken auf Frauen beunruhigt die Bevölkerung. Der Täter ist immer maskiert, und seine Opfer sind nicht in der Lage, eine verwertbare Beschreibung von ihm zu geben. Odenthal konzentriert ihre Ermittlungen auf drei einschlägig Vorbestrafte: Koslowski, Geißler und Appold. Als ein neuer Überfall tödlich endet, aber die Stelle der Hauptkommissarin Wiegand noch nicht wieder besetzt ist, darf Lena Odenthal weiter ermitteln, nun als kommissarische Leiterin einer Mordkommission. Sie hat nichts in der Hand außer Indizien, und die meisten deuten auf Appold hin. Lena entschließt sich, ihm eine Falle zu stellen, und setzt seine Freundin als Lockvogel ein ...

Der erste Fall der neuen Kommissarin aus dem Südwesten Lena Odenthal, die mit "Die Neue" ihre Vorgängerin Karin Anselm ablöste, die von 1981-1988 als Nachfolgerin der ersten "Tatort"-Kommissarin überhaupt, Nicole Hesters, in Ludwigshafen ermittelt hatte. Folkerts energisch-schroffes Spiel überzeugte auf Anhieb, denn neben all den TV-Blondchen ist ihre Figur der dunkelhaarigen Lena Odenthal eine erfrischend-intelligente Charakterrolle, die bei Männern und Frauen gleichermaßen gut ankommt. Das spiegelte sich später in überdurchschnittlichen Einschaltquoten und diversen Ulrike-Folkerts-Fanclubs wider. Regie führte hier Peter Schulze-Rohr (1926-2007), der 1970 mit der ersten "Tatort"-Folge, die je ausgestrahlt wurde ("Tatort - Taxi nach Leipzig"), bekannt wurde.

Foto: SWR/Erika Hauri