Kriminalhauptkommissar Stoever und sein Kollege Peter Brockmöller bekommen eine harmlos scheinende Anfrage auf den Tisch: In Frankreich ist ein Bankräuber gefasst worden - ein brutaler Gewalttäter, der auch in Hamburg schon eine Blutspur hinterlassen hat. Die Kripo soll Personen nennen, mit denen der Verhaftete in der Hansestadt Kontakt hatte. Stoever aber interessiert sich im Augenblick mehr für die Internationalen Tennismeisterschaften am Rothenbaum. Ein Tennis-Talent wird gefeiert: Andreas "Andi" Behrens. Nach dem Spiel - im Hause seiner Freundin - wird der Star gekidnappt: Die Entführer fordern die Freilassung des in Marseille inhaftierten Bankräubers. Stoever ist schockiert. Wem ist dieser Bankräuber so wichtig? Und warum gerade Andi? Was weiß die Freundin? Während der Krisenstab zum Schein auf einen Austausch eingehen will, sucht Stoever verzweifelt nach dem Versteck, in dem die Kidnapper den Tennis-Star festhalten ...

Vor dem Hintergrund des internationalen Tennisturniers in Hamburg setzte Dieter Kehler ("Gartenkrieg"), seine frühe Regiearbeit nach einem Drehbuch von Frank Göhre ("Die Ratte", "St. Pauli Nacht", "Verbotene Küsse") in Szene. Nicht immer glaubwürdig und zum Teil recht vorhersehbar, sollte "Finale am Rothenbaum", wo es auf dem Centre Court tatsächlich zum Finale kommt, Kehlers einzige "Tatort"-Regie bleiben. Er zeichnete später für über 30 (!) "Rosamunde Pilcher"-Verfilmungen verantwortlich. Einer der Entführer wird von Knut Hinz verkörpert, den viele TV-Zuschauer als Hajo Scholz aus dem TV-Dauerbrenner "Lindenstraße" kennen dürften. Fast vergessen ist allerdings, dass Hinz zwischen 1974 und 1979 immerhin fünf Fälle als Kriminalhauptkommissar Heinz Brammer im Hannoveraner "Tatort" aufklärte.

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