Ein bisschen Frust, aber auch Respekt ist im Spiel, wenn Kommissar Flemming von Hans Gebhardt und "Kalle" Maisch spricht: zwei Einbrecher der Spitzenklasse, die im richtigen Moment aufgehört haben. Inzwischen betreibt Hans eine kleine Autowerkstatt, während Kalle im Altenheim gelandet ist und sich mit seinem Hobby, der Malerei, seelisch über Wasser hält. Hans ist keinesweg damit einverstanden, dass sein Sohn Axel ebenfalls auf krummen Pfaden wandelt - aber was kann er schon sagen? Außerdem kommt es ihm nicht ungelegen, dass Axel ihm eine größere Geldsumme in Aussicht stellt. Was Hans nicht weiß: Sein Sohn arbeitet für Charly, einen V-Mann der Polizei, der einen teuflischen Plan ausgeheckt hat. Bei einem Waffendeal großen Stils spielt er seinen kriminellen Kunden bei der Geldübergabe den Männern vom BKA in die Hände. Während die Aktion läuft und der Flüchtende von einer Kugel getroffen wird, tauscht Axel in Charlys Auftrag den Inhalt des Geldkoffers gegen Blüten aus. Das echte Geld will Charly behalten, und Axel soll seinen Anteil bekommen. Aber statt sein Versprechen einzulösen, sprengt Charly den lästigen Mitwisser in die Luft. Die Tat ruft die Düsseldorfer Mordkommission, aber auch Hans Gebhard und Kalle Maisch auf den Plan. Die beiden Alten wollen Axel rächen und rüsten zum letzten Gefecht ...

"Tatort"-Routinier Ilse Hofmann, die besonders durch ihre Zusammenarbeit mit "Schimanski" Götz George bekannt wurde, drehte diesen verzwickten Fall um das Düsseldorfer-Ermittlerteam, mit dem sie im Jahr zuvor bereits die Episoden "Tatort - Unversöhnlich" und "Tatort - Tod eines Wachmanns" realisiert hatte. Nach dem Drehbuch von Horst Vocks verarbeitete Hofmann hier die Problematik von V-Männer-Einsätzen für die Polizei zu einem stimmigen Mix aus Kriminalfilm und Rachedrama. Als ehemaliger Ganove Hans Gebhardt ist Heinz Schubert (1925-1999) - alias "Ekel" Alfred Tetzlaff aus "Ein Herz und eine Seele" - zu sehen.

Foto: WDR/Rolf von der Heydt