Nachdem seine Kollegin und Geliebte bei einem Einsatz ums Leben gekommen ist und er sich angetrunken und bewaffnet mit einem Cop angelegt hat, muss der ehemalige Kripo-Beamte Max Ballauf, der inzwischen für die amerikanische Drogenfahndung gearbeitet hatte, die USA innerhalb kürzester Zeit verlassen. In Köln soll er die frei gewordene Stelle eines Hauptkommissars im Mordkommissariat antreten. Was Ballauf nicht ahnt: Auf diesem Posten hat sich bereits Oberkommissar Freddy Schenk eingerichtet. Schließlich war er monatelang kommissarischer Leiter der Mordkommission 3. Als ihn Sekretärin Lissy nun über die Ankunft des "Supercops" aus den USA informiert, ist Schenk alles andere als begeistert. Doch zunächst muss er sich um eine Leiche kümmern, die Mütterchen Rhein angeschwemmt hat ...

24 Jahre sollte es dauern, bis die Metropole am Rhein wieder ein eigenes "Tatort"-Team bekam. Nachdem Sieghardt Rupp als Zollfahnder Kressin in den Anfangsjahren (1971-1973) der erfolgreichsten deutschen Krimiserie für mächtig Wirbel und pochende Frauenherzen gesorgt hatte, lief die Landeshauptstadt Düsseldorf der Domstadt in den Neunzigerjahren den Rang ab, denn von 1992 bis 1997 war es Martin Lüttge, der mit seinem Assistenten Klaus J. Behrendt in Düsseldorf ermittelte. Nach dem Buch seines Regiekollegen Nikolaus Stein von Kamienski setzte Kaspar Heidelbach 1997 diese gelungene, weil spannende, durchdachte und actioreiche Auftakt-Folge in Szene, in der sich die beiden grundverschiedenen Polizisten zunächst mit äußerstem Argwohn begegnen, sich dann aber doch noch zusammen raufen. Mittlerweile gehört das Kölner Team zu den beliebtesten "Tatort"-Duos überhaupt. Schade ist allerdings, dass Anna Loos ihre Rolle der tatkräftigen Assistentin Lissy bereits drei Jahre später an den Nagel hängte.

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