Ein Fall, der eigentlich gar kein Fall zu sein scheint: Eine junge Ärztin hat sich die Pulsadern aufgeschnitten - auf ihrem Schreibtisch liegt die Kündigung der Klinik in Ludwigshafen, in der sie bis dahin gearbeitet hat. Alles deutet auf Selbsttötung hin. Aber Lena Odenthal gibt sich mit diesen Äußerlichkeiten nicht zufrieden. In der Klinik fallen ihr Unstimmigkeiten auf und je länger sie sich mit dem Fall beschäftigt, desto klarer wird, dass es große Probleme in der Klinik gibt: So lastet etwa der Verdacht auf ihr, dass ein Patient während einer Operation mit dem HIV-Virus infiziert wurde. Alles deutet darauf hin, dass Dr. Wegener Beweise für eine kontaminierte Blutkonserve gefunden hat und bereit war, dies an die Öffentlichkeit zu bringen. Dadurch wurde sie zur Gefahr für der Blutplasma-Firma "Global Plasma" und für die Klinik ...

Nach "Abgezockt" (2004) und "Tatort - Letzte Zweifel" (2005) war das der dritte "Tatort", den Regisseur Christoph Stark mit dem Ludwigshafener Ermittler-Duo verwirklichte. Allerdings ist Drehbuchautor Hort Freund hier deutlich über das Ziel hinausgeschossen, denn zu unglaubwürdig und wenig spannend bleiben die durchaus interessanten Ansätze um das Thema Aids, verseuchte Blutkonserven und den kommerziellen Handel mit Blut.

Foto: SWR/Krause-Burberg