Wie bereits häufig zuvor, strickt Quentin Tarantino in seinem neuesten Werk erneut die Schicksale und Geschichten von Personen, die sich scheinbar zufällig begegnen, zu einem großen Ganzen zusammen.

In "The Hateful 8" werden dem Zuschauer zunächst der Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) und dessen Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) präsentiert, die in ihrer Postkutsche im verschneiten Winter in Wyoming nach dem Bürgerkrieg zwei Fremde ein Stück mitnehmen.

Als die Wetterlage ein Fortsetzen ihrer Reise unmöglich macht, finden sie Zuflucht in einer Hütte. Dort harren bereits Oswaldo (Tim Roth), Jow (Michael Madsen) und Sanford (Bruce Dern) aus.

Die anfänglich lockere Stimmung passt sich nach und nach immer mehr den eisigen Temperaturen an, und schnell wird klar, dass der schwelende Konflikt zwischen den scheinbar vom Zufall zusammengeführten Personen nicht für alle glimpflich ausgehen wird.
Best of the Best
Mit Michael Madsen, Samuel L. Jackson, Tim Roth, Bruce Dern, Walton Goggins und Kurt Russel bedient sich Quentin Tarantino an Stars, die bereits in der Vergangenheit mindestens ein Mal zu seinem Ensemble zählten. Ebenfalls erneut aufgegriffen hat Tarantino das Genre: Sein vorheriger Film "Django Unchained", der große Erfolge feierte und unter anderem mit zwei "Oscars" prämiert wurde, war ebenfalls ein Western.

Nicht nur dank der Aufnahme auf 65mm-Film schafft das Regie-Genie erneut eine einzigartige Atmosphäre. Das Setting, die Kostüme, die Charaktere und die Dialoge suchen wie so oft ihresgleichen und machen den Streifen zu einem schwarzhumorigen Filmvergnügen.