Der Schäfer Jakob "Alaska" Precht will mit seiner Herde in einer abgelegenen Gegend Montanas überwintern, wo die Indianer fast ausgerottet sind. Doch der Rancher Ben Johnson beansprucht das Weideland für sich. Alaska lässt sich nicht einschüchtern, im Gegenteil - er befreit den Indianerjungen Tschetan, der aufgehängt werden soll, aus Johnsons Gewalt. Alaskas mutige Tat hat allerdings einen egoistischen Hintergrund, er braucht dringend eine Arbeitskraft. Tschetan ist seinem Retter keineswegs dankbar, er hasst den Weißen inbrünstig. Bei der ersten Gelegenheit ergreift er die Flucht ...

Der spannende Western war das Regiedebüt des Juristen Hark Bohm, das 1975 mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet wurde. Fernab von den zahlreichen Karl-May- und Jack-London-Verfilmungen der Sechzigerjahre zeichnete Bohm ein authentisches und originelles Bild des Wilden Westens. In die Hauptrolle des Alaska schlüpfte Bohms jüngerer Bruder Marquard (1941-2006), der später in "Nordsee ist Mordsee" und in zahlreichen Fassbinder-Filmen ("Angst essen Seele auf", "Berlin Alexanderplatz") zu sehen war, und als Indianerjunge überzeugt Bohms Ziehsohn Dschingis Bowakow ("Moritz, lieber Moritz"). Für die gelungenen Bilder sorgte Fassbinder-Kameramann Michael Ballhaus, der später in Hollywood Karriere machte, den Soundtrack lieferte Fassbinder-Hauskomponist Peer Raben.

Foto: Kinowelt