Vor 31 Jahren begab sich Chevy Chase als Oberhaupt der Familie Griswold in "Die schrillen Vier auf Achse" auf eine turbulente und chaotische Reise in den Freizeitpark "Walley World". Bei einem Treffen mit seinem Vater Clark (Chase) kommen im neuen Film Rustys (Ed Helms) Erinnerungen an diese Zeit zurück, und er plant, mit seinen Liebsten den Trip zu wiederholen.

Fragwürdiger Humor

Natürlich geht – nach guter, alter Tradition – auch diese Reise nicht ohne Komplikationen vonstatten. Ehe sie sich versehen, sind die Griswolds mittendrin in einer wahnsinnigen Tour voller Highway-Rowdys, einer ganzen Reihe großer Missverständnisse und Tümpel voller Fäkalien.

Wie dieser Satz schon deutlich macht, hält sich das Niveau der Komödie in Grenzen. Darin liegt auch das größte Problem des Streifens: Konnte "Die schrillen Vier auf Achse" noch als chaotischer Komödien-Spaß für die ganze Familie punkten, läuft "Vacation" mehr dem modernen Holzhammer-Humor à la "Meine Frau, die Spartaner und ich" oder "Scary Movie" hinterher. Gepaart mit unnötigen Special-Effects und jeder Menge Zoten wird schnell deutlich, in welche Richtung sich der Kinoabend entwickeln wird.

Die Tatsache, dass ein paar der Gags zünden und nicht zuletzt durch das Mitwirken von Chevy Chase der Nostalgiefaktor einige Fans in die Lichtspielhäuser locken wird, schrammt der Roadtrip noch einmal knapp an einem tödlichen Verkehrsunfall vorbei. An die alten Werke, wie der allweihnachtlich ausgetrahlten Komödie "Schöne Bescherung", kann die Komödie aber bei Weitem nicht.