Sylvia Heidemann, eine Jüdin, die in Theresienstadt Theater spielte, hat all ihr Wiedergutmachungsgeld gespart um sich einmal auf der Leinwand wie Greta Garbo fühlen zu können. Doch Carol Andersch, der Mann mit der kleinen, billigen Videoausrüstung, ist ein Blender, der mit den Träumen und Sehnsüchten karrieregeiler Kleinkünstler äußerst leichtfertig umgeht. Im Bannkreis seines Kameraobjektivs tummeln sich Sylvia und ihre exhibitionistischen Freunde wie Motten um das Licht. Andersch heuchelt sein Interesse für Kunst nur: Ausziehen sollen sich die Leute vor ihm. .

Lothar Lamberts Tragikomödie "Verdammt in alle Eitelkeit“ lief im Februar 2000 im "Panorama" der Berliner Filmfestspiele. "Zwischen Film und Film im Film vermag bei diesem Gewusel niemand mehr zu trennen. So mag der böse Herr Andersch zwar gar keinen Film in der Kamera gehabt haben, aber 'Verdammt in alle Ewigkeit' hat diesen wunderbaren Lambert-Touch. Der macht seine Filme für Eingeweihte seit einem Vierteljahrhundert zum alljährlichen Berlinale- Pflichtprogramm. Weil sie ehrlich sind, indem die Darsteller uns anflehen, sie nicht als das zu nehmen, was sie sind, sondern als das, was sie so gerne sein möchten - und weil Lambert den Außenseitern, den Geschlagenen und den Bekloppten, zu ihrem Recht verhilft." (Philipp Bühler, Berliner Zeitung). "Seit fast dreißig Jahren macht Lothar Lambert seine kleinen Independentfilme, die immer ein mal mehr ins Tragische, mal mehr ins Komische spielendes Plädoyer für sexuelle Emanzipation sind ... So richtig normal sind Lamberts Helden natürlich auch nicht. Es sind - und das macht ihren Charme aus - liebenswerte Amateure (also echte Menschen) im Niemandsland; Selbstdarsteller, die umso überzeugender und glaubhafter sind, als sie ihre Rolle nie ganz ausfüllen können." (Detlef Kuhlbrodt, die tageszeitung)