Der Dokumentarfilmer David Sieveking will seinen Vater Malte entlasten. Seit Jahren pflegt er seine an Demenz erkrankte Frau Gretel, die immer mehr die Erinnerung an ihr gemeinsames Leben verliert. David zieht bei Gretel ein und bestreitet mit ihr den Alltag, während Malte sich eine Auszeit in der Schweiz nimmt. Trotz ihrer Krankheit bewahrt sie sich einen Lebensmut, von dem sogar ihr Sohn David angesteckt wird. Gemeinsam fahnden sie in ihrer Vergangenheit und entdecken eine aufgeschlossene und schöne Aktivistin, die in jeder Beziehung sehr freiheitsliebend war. Während David seine Mutter von einer ihm bisher unbekannten Seite kennenlernt, entdeckt er eine neue Liebe, die sich durch die Krankheit zwischen seinen Eltern entwickelt hat ...

Regisseur und Protagonist David Sieveking ("David Wants to Fly") drehte einen bewegenden Dokumentarfilm: Er erzählt die Geschichte seiner Familie, die durch die Krankheit Demenz maßgeblich bestimmt wird. Als Film über die schleichende Krankheit geplant, entwickelt sich der Porträtfilm zu einem feinfühligen Liebesfilm an seine Mutter – und Hommage an seine Eltern. Für sein zweites, wesentlich intimeres Werk erhielt er den Hessischen Film- und Kinopreis 2012. Margarete "Gretel" Sieveking starb noch vor der Fertigstellung des Films am 27. Februar 2012.

Foto: farbfilm verleih