Bryan Fuller und Mads Mikkelsen endlich wieder vereint, das kann eigentlich nur gut werden. Von 2013 bis 2015 arbeiteten die beiden erstmals intensiv zusammen, um mit "Hannibal" eine der fesselndsten, stylischsten und grausigsten Psychothriller-Serien aller Zeiten zu kreieren – mit Fuller als Showrunner und Mikkelsen als menschenfressender Dr. Hannibal Lecter. Über zehn Jahre nach "Hannibal" haben Fuller und Mikkelsen nun einen Kinofilm gedreht: die Fantasy-Groteske "Dust Bunny".
Mikkelsen ist auf dem Papier der große Star in diesem Film (neben Sigourney Weaver, die in einer Nebenrolle mitwirkt), im Fokus steht aber vor allem ein junges Mädchen: Aurora (Sophie Sloan), acht Jahre alt, lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Apartment in New York, und sie hat große Angst vor dem Monster unter ihrem Bett.
Was sonst mit einer netten Gutenachtgeschichte enden würde, erwächst bei Bryan Fuller (Regie, Drehbuch, Produktion) zu einer spektakulären Mischung aus düsterer Märchenstunde und actiongeladenem Thriller: Das Monster unter dem Bett tötet Auroras Eltern (oder zumindest nimmt die Kleine es so wahr). Kurz darauf wendet das Mädchen sich an ihren Nachbarn aus der Wohneinheit 5B (Mads Mikkelsen): Sie hat gesehen, wie er ein paar gemeine Typen auf der Straße zerlegt hat, und möchte ihn nun als Killer engagieren, um das Monster umzubringen.