Kressin ist wieder in Köln; seine Kollegen sind einem Schmugglerring auf der Spur, der unverzollten Alkohol in die Bundesrepublik einschleust. Dabei bedient sich diese Bande eines ebenso raffinierten wie simplen Tricks: Ein Lastzug bringt den Alkohol aus einem Ostblockland über die Grenze, wobei die Ladung als Leinölfirnis oder Schwefelsäure ausgegeben wird und als Transitgut nach Belgien deklariert wird. Mitglieder der Bande leiten den Lkw von der Autobahn in ein sicheres Versteck und tauschen dort den Alkohol gegen die in den Zollpapieren angegebene Ware aus. Die Weiterfahrt nach Belgien verläuft dann gefahrlos. Alle Versuche, die Zentrale der Schmuggler aufzuspüren, blieben bisher erfolglos. Als ein Mord passiert, den nur die Bande verübt haben kann, übernimmt Kressin den Fall. Er weiß, dass er auch hier mit konventionellen Methoden nicht weiterkommt. Kressin lässt sich auf ein riskantes Abenteuer ein ...

Am 10. Januar 1971 machte Sieghardt Rupp zum ersten Mal als draufgängerischer Zollfahnder Kressin für den WDR von sich reden - "Tatort - Kressin und der tote Mann im Fleet" hieß sein erster Fall. Dass der überzogene Frauenheld à la Bond mit Porsche und flotten Sprüchen die filmische Antwort auf alle Biedermänner auf dem Kommissariat vor ihm war, hat das Publikum nicht gleich verstanden. Auch in diesem zweiten Fall, von Tom Toelle inszeniert, kommt Rupp alias Kressin wieder als Rauhbein daher, der keiner Schlägerei aus dem Weg geht. Und das lange bevor Götz George alias Rüpel Schimanski den Bildschirm eroberte.

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