Steilwandfahrer Reiner Mettmann begeistert die Zuschauer auf Rummelplätzen mit seiner Motorrad-Artistik. In einem Kessel von 8,60 Meter Durchmesser riskiert er an der senkrechten Wand tagtäglich sein Leben. Seine Geschäfte gehen schlecht, weil er falsch investiert hat. Er ließ sich eine super moderne Steilwand bauen, die jedoch einen Fehler hat: Sie ist statisch mangelhaft berechnet und wird deswegen nicht vom TÜV abgenommen. In seiner verzweifelten Lage begeht Reiner einen Bankraub, erschießt dabei einen Polizisten und bekommt selbst eine Kugel in den Leib. Ohne die Kugel aus Reiners Körper kann die Polizei seine Beteiligung an dem Überfall nicht beweisen. Reiner Mettmann jedoch verweigert die Operation, reist mit seinem Unternehmen statt dessen nach Italien. Kommissar Haferkamp folgt ihm, und zwischen den beiden beginnt ein Zweikampf, in den sich bald auch Reiners Kompagnon und Mitwisser Paco einschaltet ...

Regisseur Wolfgang Staudte inszenierte diesen spannenden Fall nach dem Drehbuch von Georg Feil ("Auf Achse") im Milieu der Rummelplätze und Schausteller. "Die Kugel im Leib" war der dritte von insgesamt fünf Krimis, die Staudte um den Essener Ermittler Haferkamp alias Hansjörg Felmy drehte. Der Regisseur und sein Hauptdarsteller waren allerdings schon vor diesen Arbeiten alte Bekannte, denn gemeinsam drehten sie 1958 die Komödie "Der Maulkorb" und vier Jahre später das Familiendrama "Die glücklichen Jahre der Thorwalds".

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