"Ist Liebe Zufall oder Schicksal?" Diese ewig gleiche und bohrende Frage treibt Fritz Alt in sein Stammlokal im Münchner Gärtnerplatz-Viertel, wo er voller Hoffnung auf seine große Liebe Gerd wartet. Kurz darauf finden die Münchner Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr die Leiche von Fritz verblutet auf einer Baustelle. Nicht nur Barkeeper Ringo, sondern auch Fritz Alts Nachbarn Tim und Tom rätseln über die Umstände seines überraschenden Todes. Die Gerüchte in der Schwulen-Gemeinschaft kochen hoch. Da gibt es Ralf Kleinmann, den Ex-Liebhaber von Fritz, der die Trennung von dem angesehenen Fotografen nicht verwinden konnte. Bis zuletzt belauerten sich die beiden gegenseitig. Sorgen macht sich auch Carla Weißenbach um ihren Mann Gerd. Denn die Familie mit den heranwachsenden Kindern Frieda und Werner droht auseinander zu brechen. Anhand eindeutiger Hinweise gelangen die Kommissare in einen bizarren Computer-Chatroom, wo Fritz mittels eines Pseudonyms Kontakte suchte.

Schon der Plot verrät: Regisseur Tobias Ineichen ("Du gehörst mir"), der mit dem Münchner Ermittler-Duo 2005 bereits den Fall "Schneetreiben" inszenierte, war hier stärker an den Milieuzeichnungen als am Fall interessiert. Mit "Liebeswirren" feiern Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl übrigens ein rundes Jubiläum: Ihren 50. "Tatort", seit sie 1991 mit dem Fall "Animals" erstmals als Kommissare zu sehen waren. In ihrer langen gemeinsamen Karriere wurden sie unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.