Als der Familienvater Adam Alexander Kaz eines Tages plötzlich stirbt, wird sein riesiges Haus zum Treffpunkt für eine eine ausschweifende Leichenfeier, zu der alle möglichen Gestalten zusammen kommen, die weniger Trauer empfinden als an Torten und Getratsche interessiert sind. Ein gewisser Herr zündet gar den Rock seiner ihn abweisenden Cousine an, und eine alte Tante stiehlt anderen Gästen die Brieftaschen. Die Ehefrau des Verstorbenen lebt weniger in der Gegenwart als in vergangenen Zeiten, und niemand wundert sich, als ein Pilot aus dem Ersten Weltkrieg auftaucht. Gleichsam als Symbol des herrschenden Klimas bleibt seine Fliegerbrille vereist und nur die Liebe zu einer jungen Frau bringt sie vorübergehend zum Auftauen. In diese Wirrnis dringt vorsichtig und schweigsam eine andere, junge Generation ein, die mit Tanz und Rockmusik die Erstarrung aufzubrechen versucht ...

Regisseur Hans Noever skizzierte mit diesem skurrilen Werk eine Gesellschaft, die ihren eigenen Untergang zelebriert. Die Jugendlichen, die diesen Prozess aufhalten wollen, bleiben Außenseiter, die das Unausweichliche nicht verhindern können. Der viel zu früh verstorbene "Ton Steine Scherben"-Sänger Rio Reiser (der mit der Band den Soundtrack beisteuerte) ist hier in einer seiner wenigen Filmrollen zu tun, ebenfalls mit dabei ist Fassbinder-Star Kurt Raab.

Foto: BR/Hans Noever