Die Schnecke Turbo ist unter ihren Artgenossen ein echter Außenseiter, zumal das lahme Tier vom Dasein als Rennschnecke träumt. So geht Turbo auch gerne mal ein Risiko ein, wenn es heißt: jetzt aber Tempo! Doch nützen tut es wenig. Denn in der Gartengemeinde gilt die Tomatenernte mehr als irgendwelche Träumereien. Dennoch: Turbo will unbedingt das berühmteste Rennen der Welt, das legendäre "Indy 500" gewinnen – bei einer Geschwindigkeit von etwa einer Stunde pro Minute kein leichtes Unterfangen ...

Was ein durchaus witziger Animationsfile hätte werden können, entpuppt sich leider als - im wahrsten Sinne des Wortes - lahmer Zock. Denn ebenso lahm wie die Protagonisten sind die abgenudelten Gags und die wenig überzeugende Animation. Das langweilige Spektakel kann allenfalls ganz kleine Besucher mitreißen. Da nützen auch die vielen dümmlichen Anspielungen auf Auswüchse der Popkultur wenig. Erstaunlich, dass das Werk fast 130 Millionen Dollar gekostet. Fraglich bleibt deshalb, ob die an den Kinokassen wieder eingespielt werden können.

Foto: Fox