Endlich ist Anja bereit, ein neues Leben mit einem neuen Mann anzufangen, sich zu lösen von ihrem Ehemann Thomas. Dieser hatte vor Jahren das Haus in Brand gesetzt und seine Familie bedroht. Seitdem ist er in der Psychiatrie in Behandlung und hat jeden Kontakt zu Anja und ihren beiden Kindern abgebrochen. Doch gerade als Anja mit Frank eine Beziehung eingeht, bekommt sie die Nachricht, Thomas sei wieder gesund und sie solle ihm helfen, ins normale Leben zurückzufinden. Etwas überrumpelt erklärt sie sich dazu bereit - unter der Bedingung, dass Thomas nichts "durcheinanderbringt". Zunächst scheint alles gutzugehen: Thomas ist sehr nett und zurückhaltend, kann durch seinen Charme die Kinder und sogar Anja wieder für sich gewinnen. Nur Anjas Vater traut dem Frieden nicht und mahnt zur Vorsicht. Tatsächlich wird Thomas bald fordernder, will sich nicht vorschreiben lassen, wann er die Kinder sehen darf, zieht einfach in das Haus der Familie ein. Und überhaupt wird sein Verhalten immer befremdlicher. Anjas Zweifel wachsen: Ist Thomas wirklich gesund oder konnte er nur geschickt seinen Arzt täuschen? Sind sie und die Kinder in Gefahr?

Nach dem Drehbuch von Wolf Jakoby ("Berlin - Eine Stadt sucht den Mörder") drehte Regisseurin Christiane Balthasar ("Kommissarin Lucas - Wut im Bauch") ein starkes Familiendrama, das vor allem durch das brillante Spiel der Hauptdarsteller und die ständig schwelende Atmosphäre überzeugt. Matthias Brandt und Johanna Gastdorf standen übrigens fünf Jahre zuvor schon für das Politdrama "Im Schatten der Macht" gemeinsam vor der Kamera.