Kentucky in den Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs: Amantha Starr, die hellhäutige Tochter eines verschuldeten Plantagenbesitzers, muss bei dessen Tod erfahren, dass ihre Mutter eine schwarze Sklavin war und sie somit nicht Erbin des Anwesens ist, sondern lediglich zum Inventar gehört. Weil sie das Geld für die Hypotheken nicht aufbringen kann, wird sie von dem skrupellosen Gläubiger Calloway auf dem Sklavenmarkt verkauft. Hamish Bond, ein Plantagenbesitzer und ehemaliger Sklavenhändler aus New Orleans, ersteigert sie. Er verliebt sich in Amantha und überhäuft sie mit Geschenken und Privilegien. Doch das scheinbare Idyll wird zerstört, als der Dandy Charles de Marigny Amantha zu vergewaltigen versucht und nur durch die Schläge des Sklaven Rau-Ru davon abgehalten werden kann...

Eine Amour Fou zwischen einem Sklavenhalter und seiner hellhäutigen Sklavin vor der Kulisse des amerikanischen Bürgerkrieges - das klingt melodramatisch und ist es auch. Während die Kritik der Sechzigerjahre das Klischee der Gospel singenden Schwarzen und ein Zuviel an Sklaven jagenden Bluthunden beklagte, macht aus heutiger Sicht gerade dieser Überschuss an Emotionen, Luxus-Dekors, Farben und Plotverwicklungen den Reiz des Films aus. "Weint um die Verdammten" gehört zu einer Epoche Hollywoods, die noch ungebrochen ein Kino in der ersten Person inszenierte. Regisseur Raoul Walsh, der die größten Erfolge mit seinen Abenteuerfilmen erzielte, will seine Zuschauer beeindrucken und überwältigen. So inszeniert er ein Frauenmelodram, in dem die Heldin kalkuliert erbarmungslos durch alle Höhen und Tiefen gejagt wird.