Der nicht gerade schlanke Paolo hat sein bisheriges Leben ziemlich vergeigt. Er arbeitet ohne Enthusiasmus in der Cafeteria eines Altenheims, seine Frau ist ihm davongelaufen und er haust mehr schlecht als recht und perspektivlos vor sich hin. Nur wenn er trinkt, fühlt er sich wohl. Obwohl er gerade dann mit seinem Zynismus auch gern übers Ziel hinausschießt und sich nicht gerade Freunde macht. Dann allerdings tritt der 15-jährige Zoran in sein Leben und verlangt, dass Paolo sich um ihn kümmern muss, weil sie verwandt seien. Doch erst als sich zeigt, dass Zoran ein enorm guter Dart-Spieler ist, ist Paolos Interesse an dem Jugendlichen geweckt ...

Die Geschichte über alltägliche Loser im italienischen Friaul könnte durchaus witzig sein, wenn die Pointen halbwegs stimmen würden (vermutlich leiden sie zusätzlich durch die schlechte Synchronisation) und wenn die Hauptfiguren nur in irgendeiner Weise sympathisch wären. Doch so weiß man nie, warum man mit den Protagonisten leiden oder sich mit ihnen freuen sollte, sondern betrachtet ihr belangloses Treiben ziemlich gelangweilt. Filmemacher Matteo Oleotto möchte wohl als eine Art italienischer Aki Kaurismäki gesehen werden, ist aber von dessen melancholischem Humor noch ziemlich weit entfernt.

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