Wie böse und herablassend Miranda Priestly zwei Jahrzehnte später wirklich ist – man konnte es anhand der spärlich gesäten Vorab-Informationen zu "Der Teufel trägt Prada 2" nur erahnen. Es wurde kaum etwas zum Inhalt preisgegeben, außer dass Miranda mit ihrem Hochglanz-Modemagazin "Runway" in einer grundlegend veränderten Medienwelt ums Überleben kämpft. Und dass sie dabei auch auf alte Bekannte trifft, allen voran ihre ehemalige Assistentin Andy Sachs.
Immerhin, die Trailer deuteten kurz an, dass Miranda Priestly sich selbst weiterhin ganz oben sieht und alle anderen weit darunter. In einer Szene erklärt sie Andy zuerst, dass sie nach wie vor nichts anderes als ihr "Scheitern" erwarte. Dann steigt sie in eine Limousine und schlägt ihrer ehemaligen wichtigsten Mitarbeiterin die Autotür vor der Nase zu. "Warum nehmen Sie nicht die Bahn, Liebes ..." – Klassisch Miranda Priestly, der Teufel in Prada, der aber natürlich auch seine charmanten Züge hat. Die Figur ist bekanntlich der ehemaligen "Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour nachempfunden, die das alles aber mit Humor nimmt. Zuletzt posierte Wintour gemeinsam mit Meryl Streep auf dem Cover der "Vogue".
Neben den Hauptdarstellerinnen Meryl Streep und Anne Hathaway schlüpfen Emily Blunt (als Emily Charleton) und Stanley Tucci (als Nigel Kipling) ebenfalls wieder in ihre bekannten Rollen aus dem Vorgängerfilm, der seinerzeit über 300 Millionen Dollar einspielte und bis heute als einer der größten Kultfilme der Nullerjahre gilt. Auch hinter der Kamera ist ein Großteil des alten Teams wieder dabei. David Frankel führte Regie, Aline Brosh McKenna schrieb basierend auf dem Fortsetzungsroman "Revenge Wears Prada" von Lauren Weisberger das Drehbuch, Wendy Finerman fungierte als Produzentin. Sie alle waren auch schon vor 20 Jahren dabei, ebenso wie etwa auch Soundtrack-Komponist Theodore Shapiro und Kameramann Florian Ballhaus.