Perrets "Maison de l'Agriculture" (1932) in Algier

Perret in Frankreich und Algerien

KINOSTART: 29.11.2012 • Dokumentarfilm • Deutschland (2012) • 110 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Perret in Frankreich und Algerien
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
110 Minuten

Nach der Zerstörung der französischen Hafenstadt Le Havre im Zweiten Weltkrieg beauftragte die französische Regierung den Architekten Auguste Perret, die Stadt schnellstens wieder aufzubauen. In Ermangelung von Baumaterialien macht Perret aus der Not eine Tugend und verarbeitet den überall herumliegenden Schutt zu einzigartigen Betonvariationen: Zermahlen, nach Farben und Strukturen getrennt, mitunter wieder eingefärbt, vermischt mit feinen Glassplittern oder Kieselsteinen entstanden Betonoberflächen, die nahezu malerische Oberflächen zeigen: grob oder fein, gefärbt, gewachst, modelliert, mit Ornamenten, griechischen Säulenzitaten oder französischen, klassizistischen Elementen versehen.

Auguste Perret (1874-1954) gilt als Meister des Eisenbetonbaus. Der Sohn eines Bauunternehmers studierte Architektur in Paris, schloss sein Studium aber nicht ab. 1905 übernahm er mit zwei Brüdern das Unternehmen des Vaters und führte es unter dem Namen "Perret Frères" weiter. Bekannt wurde er zwei Jahre zuvor schon mit seinem Apartmenthaus an der Rue Franklin, dessen Fassade einer gerüstartigen Eisenbetonkonstruktion glich. Diese Formen entwickelte er weiter und verwandte dabei Stilelemente des Jugendstils und des Neoklassizismus. Er schuf Wohnhäuser, aber auch Ateliers und Lagerhallen, Theater und Kirchen. Der Preis der Internationalen Architektenvereinigung für "architekturbezogene Technologien" heißt ihm zu Ehren Auguste-Perret-Preis. Er war der erste, der moderne Kirchen mit ungewöhnlichen Tragsystemen und Fenstergittern aus Beton errichtete (Notre-Dame du Raincy, 1923, Montmagny, 1926). Geschwungene, stützenlose Treppen (Musée des Traveux Publics, 1937), stilbildende Hochhäuser in Amiens und Le Havre (1947) und der Wiederaufbau des zerstörten Stadtkerns von Le Havre mit der Kirche Saint-Joseph (1954) - seit 2005 ist Le Havre UNESCO-Welterbe - gehören zu seinem meisterlichen Spätwerk. Architekturfilmer Heinz Emigholz ("Goff in der Wüste", "Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton") zeigt 30 Bauwerke und Ensembles der französischen Architekten und Bauingenieure Auguste und Gustave Perret, die diese in Frankreich und Algerien errichtet haben.

Foto: Filmgalerie 451

BELIEBTE STARS

Blondes Haar und blaue Augen: Cameron Diaz.
Cameron Diaz
Lesermeinung
Heather Graham
Lesermeinung
Wird gerne als Bösewicht besetzt: Mark Strong
Mark Strong
Lesermeinung
Ulrike Kriener - die Filme, die Karriere und das Leben der Schauspielerin im Porträt.
Ulrike Kriener
Lesermeinung
Idris Elba erhielt für seine Darstellung als "Luther" 2012 den Golden Globe.
Idris Elba
Lesermeinung
Vielfach ausgezeichnete Charakterdarstellerin: Judi Dench.
Judi Dench
Lesermeinung
Audrey Hepburn 1954 in "Sabrina".
Audrey Hepburn
Lesermeinung
Ziemlich wandlungsfähig: Schauspieler und Regisseur Andy Serkis.
Andy Serkis
Lesermeinung
Elisabeth Lanz im Porträt: Karriere und Leben der österreichischen Schauspielerin.
Elisabeth Lanz
Lesermeinung
Schauspielerin Zoey Deutch.
Zoey Deutch
Lesermeinung
Dylan O'Brien
Lesermeinung
Zum Bösewicht geboren? Mads Mikkelsen
Mads Mikkelsen
Lesermeinung
Erfolgreicher Exportartikel aus Großbritannien: Jude Law.
Jude Law
Lesermeinung
Schauspieler Mark Wahlberg startete als Marky Mark zunächst eine Musik-Karriere.
Mark Wahlberg
Lesermeinung
Begann seine Karriere als Krimineller: Danny Trejo.
Danny Trejo
Lesermeinung
Schauspieler Golo Euler 2019 beim Deutschen Schauspielpreis.
Golo Euler
Lesermeinung
Ganz großer Hollywood-Star: Jeff Goldblum.
Jeff Goldblum
Lesermeinung